Auf seiner Landesversammlung in Düsseldorf spricht sich der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ NRW) einstimmig für ein AfD-Verbotsverfahren aus. Damit schließt er sich der Initiative "AfD-Verbot jetzt!" an. Der Beschluss ist eine Reaktion auf die fortwährenden Angriffe der AfD auf Demokratie und Menschenwürde – und konkret auch auf den Verband selbst.
"Wir sind eine engagierte, bunte und demokratische Jugend und setzen uns für eine gute Gesellschaft für alle ein – also für das genaue Gegenteil von dem, was die AfD möchte", sagt BDKJ-NRW-Landesvorsitzende Annika Jülich. In der Vergangenheit hatte die AfD im nordrhein-westfälischen Landtag versucht, die Finanzierung der Jugendverbandsarbeit infragezustellen.
Doch die wehrt sich nun und ruft dazu auf, den NRW-Appell für ein AfD-Verbotsverfahren zu unterzeichnen und zu verbreiten. Zugleich fordert der Verband die Landesregierung auf, ein entsprechendes Verfahren aktiv zu unterstützen und über den Bundesrat auf den Weg zu bringen. "Es geht dabei nicht nur um uns. Es geht darum, dass Kinder sicher aufwachsen können – unabhängig von Herkunft oder Pass. Demokratie und Menschenwürde sind nicht verhandelbar", betont die frisch gewählte Landesvorsitzende Katharina Kube.
Sie löst damit Lena Topp im Vorstand ab, nachdem deren Amtszeit endete. Außerdem wurde Dominik Zabelberg wiedergewählt und bildet nun mit Katharina Kube und Annika Jülich den Vorstand des BDKJ-Landesverbands NRW.