Bayerns Katholiken rufen zur doppelten Wahlbeteiligung auf

"Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar"

Erst werden im März in Bayern katholische Pfarrgemeinderäte gewählt, kurz darauf ist Kommunalwahl. Der Vorsitzende des obersten katholischen Laiengremiums wirbt fürs Mitmachen, Solidarität und Miteinander in Kirche wie Gesellschaft.

Symbolbild Dorfkirche in Bayern / © Benjamin Rosner (shutterstock)
Symbolbild Dorfkirche in Bayern / © Benjamin Rosner ( shutterstock )

Anfang März werden in Bayerns katholischen Kirchengemeinden Pfarrgemeinderäte gewählt, eine Woche später folgt die Kommunalwahl. 

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Christian Gärtner, ruft nun dazu auf, sich an beiden Wahlen zu beteiligen. "Demokratie lebt vom Mitmachen – in Kirche und Gesellschaft", erklärte er am Dienstag. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und zunehmender Angriffe auf demokratische Werte sei es unerlässlich, sich für Gemeinwohl, Solidarität und ein gutes Miteinander einzusetzen.

"Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar"

Pfarrgemeinderäte stünden für gelebte Mitverantwortung und gestalteten das kirchliche Leben vor Ort, sagte der Vorsitzende des obersten katholischen Laiengremiums in Bayern. Wer sie mitwähle, stärke eine Kirche, die zuhöre und sich den Fragen der Zeit stelle. In kommunalen Gremien brauche es Menschen, die mit Umsicht und Mut anstehende Entscheidungen treffen. Das gelte gerade angesichts großer Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Soziales, Wirtschaft, Energie und Infrastruktur.

 Gipfelkreuz auf dem Mitterberg in Bayern / © Uwe Lein (dpa)
Gipfelkreuz auf dem Mitterberg in Bayern / © Uwe Lein ( dpa )

Gärtner bat darum, die eigene Wahlentscheidung sorgfältig zu prüfen und Kandidaten zu unterstützen, die für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde eintreten. Er erinnerte an die Erklärung "Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar" der Deutschen Bischofskonferenz, laut der rechtsextreme Parteien und Bewegungen für Christen nicht wählbar sind. Demokratie brauche Engagement, Haltung und Beteiligung. "Machen wir im März unser Kreuz - für Respekt, Dialog und Solidarität und gegen Ausgrenzung, Populismus und Gleichgültigkeit."

Quelle:
KNA