Sternsinger fordern verbindliche Regeln gegen Kinderarbeit

Rechte für alle Kinder

Zur Schule gehen, in Sicherheit leben und spielen dürfen, ist für Millionen Kinder auf der Welt unerreichbar. Stattdessen müssen sie arbeiten. Die Sternsinger wollen ihre Sicht auf einer internationalen Konferenz einbringen.

Kinderarbeit ist moderne Sklaverei / © JETACOM AUTOFOCUS (shutterstock)
Kinderarbeit ist moderne Sklaverei / © JETACOM AUTOFOCUS ( shutterstock )

Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" will sich für verpflichtende Regeln gegen Kinderarbeit sowie eine bessere Absicherung für betroffene Kinder und deren Familien einsetzen. Es habe sich gezeigt, dass freiwillige Selbstverpflichtungen der Staaten nicht ausreichten, erklärte das Hilfswerk am Dienstag in Aachen.

Spendenbox der Sternsinger. / © Marcus Brandt (dpa)
Spendenbox der Sternsinger. / © Marcus Brandt ( dpa )

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat sich die Zahl arbeitender Kinder seit 2000 fast halbiert; das Ziel der Vereinten Nationen, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde jedoch nicht erreicht. Nach UN-Schätzungen vom vergangenen Jahr müssen weltweit 138 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.

Einsatz gegen Kinderarbeit

Das Kindermissionswerk will seine Forderungen zu der am Mittwoch beginnenden Konferenz in Marokko mitnehmen. Bei dem dreitägigen Treffen in Marrakesch diskutieren Regierungen, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft, Wissenschaftler sowie Kinder und Jugendliche über Wege zur Beseitigung von Kinderarbeit. Ausgerichtet wird die Konferenz vom Königreich Marokko in Zusammenarbeit mit der ILO.

"Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, Familien müssen existenzsichernd unterstützt werden", erklärte Sternsinger-Referent Vincent Bergauer. "Denn Armut, fehlende Bildung und mangelnde soziale Sicherung zählen zu den Hauptursachen von Kinderarbeit."

Sternsinger

An der Aktion Dreikönigssingen nehmen jedes Jahr bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger teil. Es ist die weltweit größte Hilfsinitiative von Kindern für Kinder in Not. Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum ziehen Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

Sternsinger unterwegs / © Waldemar Manfred Seehagen (shutterstock)
Sternsinger unterwegs / © Waldemar Manfred Seehagen ( shutterstock )
Quelle:
KNA