Vatikan schickt Stromgeneratoren in die Ukraine

Von Rom in die Ukraine

Der Vatikan hilft erneut der Ukraine. Papst Leo lässt Stromgeneratoren, Medikamente und Lebensmittel liefern. Über kirchliche Netzwerke erreichen die Hilfsgüter Menschen, die unter Krieg, Kälte und Zerstörung leiden.

Ukraine-Krieg / © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire (dpa)
Ukraine-Krieg / © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire ( dpa )

Der Papst hat über seine Almosenverwaltung 80 Stromgeneratoren in die Ukraine schicken lassen. Zudem lieferte der Vatikan den unter Krieg und Kälte leidenden Menschen Medikamente und Lebensmittel, wie das Portal Vatican News am Montag meldete. 

Bei zweistelligen Minusgraden stehen Menschen in Kiew neben Notzelten. Nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe auf das Energiesystem des Landes geflogen hat, sind die Bewohner ohne Strom, Wasser und Heizung. / © Efrem Lukatsky/AP/dpa (dpa)
Bei zweistelligen Minusgraden stehen Menschen in Kiew neben Notzelten. Nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe auf das Energiesystem des Landes geflogen hat, sind die Bewohner ohne Strom, Wasser und Heizung. / © Efrem Lukatsky/AP/dpa ( dpa )

Drei Lastwagen transportierten die Hilfsgüter von Rom in das osteuropäische Land. Dort würden sie über das Pfarreien-Netzwerk der Bistümer verteilt.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sammelt der Vatikan Spenden und bringt sie selbst in die Ukraine. Im Dezember lieferte das Päpstliche Almosenamt unter Leitung von Kardinal Konrad Krajewski 100.000 Fertigsuppen in die Nähe der Front.

Christliche Kirchen in der Ukraine

Die kirchlichen Verhältnisse in der Ukraine sind komplex. Rund 70 Prozent der 45 Millionen Ukrainer bekennen sich zum orthodoxen Christentum. Sie gehören allerdings zwei verschiedenen Kirchen an: der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats und der autokephalen (eigenständigen) Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU). Zudem gibt es eine römisch-katholische Minderheit mit rund einer Million Mitgliedern sowie die mit Rom verbundene (unierte) griechisch-katholische Kirche der Ukraine.

Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny (KNA)
Das Heilige Feuer aus Jerusalem am 18. April 2020 im Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, Hauptsitz der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats. / © Sergey Korovayny ( KNA )
Quelle:
KNA