DOMRADIO.DE: 1.000 Impulse hier im DOMRADIO. Können Sie sich noch an den ersten erinnern?
Schwester Katharina (Franziskanerin aus Olpe): Ich kann mich nur daran erinnern, dass es 2018 war. Aber ich weiß weder den Inhalt noch den Tag. Es ist so lange her.
DOMRADIO.DE: Danach kamen auch noch 999 weitere bis heute. Insofern kann man das nachvollziehen. Sie haben eine riesige Fangemeinde bei unseren Hörern und Hörerinnen. Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie Ihren Morgenimpuls schreiben und dann präsentieren?
Schwester Katharina: Es sind mehrere Dinge, die mir persönlich wichtig sind. Zum einen meinen Glauben und den Glauben an Gott, den viele Menschen teilen, einfach so klar und deutlich zu formulieren, dass man es versteht. Zum anderen ist es, das mit dem Alltag zu verbinden. Denn Glaube geschieht im Alltag und nicht nur sonntags in der Messe. Ich glaube, das sind diese beiden Dinge, die mir ganz wichtig sind.
Und dann ist mir noch so ein Tipp in den Tag wichtig: ein Wort, eine Formulierung, ein Impuls. Vielleicht wäre das heute eine Idee für dich.
DOMRADIO.DE: Genau das bekommen wir auch von den Hörerinnen und Hörern zurückgespiegelt, dass das morgens für viele ein wichtiger Ratgeber geworden ist. Wie ist das denn für Sie persönlich? Ist es ebenfalls eine Richtschnur für den Tag?
Schwester Katharina: Das ist tatsächlich so. Ich bereite das vor. Ich schüttle mir das ja nicht aus dem Ärmel, sondern ich gucke: Was nehme ich für ein Thema, um was geht es diesmal, was ist an diesem Tag wichtig, und dann recherchiere ich, schaue nach und lese. Da merke ich selbst, dass ich unglaublich viel davon habe. Manchmal, wenn ich die Dinge aufspreche und am nächsten Morgen nochmal höre, merke ich: Oh ja, das ist auch eine gute Idee für mich heute.
DOMRADIO.DE: Leider sind die Zeiten oft schwierig: Kriege, Krisen, schlechte Stimmung. Wie kriegen Sie da immer einen positiven Dreh hin?
Schwester Katharina: Das eine ist, dass es immer schwierige und komplizierte Zeiten gab. In der Gegenwart, in der wir jetzt sind, kriegen wir viel mehr Nachrichten über alles und jeden Kanal mit. Deswegen überflutet uns das manchmal. Ich glaube, mein Sein als Christin und als Ordensfrau hat nochmal einen anderen Hintergrund. Ich glaube, aus diesem Leben und dem Glauben an Christus ziehe ich die Kraft. Das machen auch viele andere Leute so.
Da merke ich, dass es immer noch ein Wort gibt, immer noch eine Idee, immer noch einen Vers aus der Bibel, der mir selbst in schlimmsten Zeiten hilft, diesen neuen Tag anzufangen.
DOMRADIO.DE: Der 1.001 Morgenimpuls kommt Anfang nächster Woche – am Rosenmontag. Haben Sie schon eine Idee, wie karnevalistisch der wird?
Schwester Katharina: Da habe ich noch keine Idee. Ich mache das immer einen Tag vorher und da bin ich dann mittendrin. In dieser Woche ist noch so viel, dass ich mir da noch keine Gedanken gemacht habe. Da bin ich relativ spontan.
Das Interview führte Carsten Döpp.