Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl würdigte Förch als Seelsorger mit großer Leidenschaft, der das geistliche Leben im Erzbistum für Jahrzehnte mitgeprägt habe. Er sei theologisch hochgebildet und immer interessiert an aktuellen Entwicklungen gewesen, auch im Bereich der Ökumene. "Mit seiner Nähe zu den Menschen, seinem Engagement für die Jugendarbeit und seiner tiefen Verwurzelung im Glauben war er vielen ein verlässlicher Seelsorger und geistlicher Begleiter", sagte Gössl.
Von Fürth über Ansbach ins Domkapitel
Förch wurde am 27. Januar 1944 in Fürth geboren und 1970 zum Priester geweiht. Er war zunächst in der Jugendarbeit tätig, ab 1977 als Diözesanjugendpfarrer sowie ab 1978 als Domvikar und Leiter des Erzbischöflichen Jugendamtes. 1984 wurde er Hochschulseelsorger, 1986 Pfarrer von Sankt Kunigund in Bamberg. Von 1994 bis 1998 wirkte er in Ansbach, bevor er 1998 Dompfarrer in Bamberg wurde.
Seit 1996 gehörte er dem Domkapitel an, ab 2000 war er Regionaldekan für mehrere Dekanate; zudem engagierte er sich in zahlreichen Kommissionen. Das Domkapitel ist ein Gremium von Priestern, das die Gottesdienste im Dom mitgestaltet und an der Leitung und Verwaltung eines Bistums beteiligt ist. 2015 verlieh Papst Franziskus ihm den Titel "Kaplan seiner Heiligkeit" (Monsignore), die rangniedrigste Stufe der päpstlichen Ehrentitel.