Dalai Lama weist jede Verbindung mit Jeffrey Epstein zurück

169 mal in Akten

Der verurteilte Sexualstraftäter und US-Investmentbanker Jeffrey Epstein war bestens vernetzt und pflegte Kontakte zu Prominenten sowie hochrangigen Politikern. Der Dalai Lama betont jedoch, dass er nicht zu diesem Kreis gehörte.

Das geistige Oberhaupt Tibets, der Dalai Lama, spricht bei einer Veranstaltung anlässlich seines 90. Geburtstags nach tibetischem Kalender in Dharamshala / © Ashwini Bhatia/AP (dpa)
Das geistige Oberhaupt Tibets, der Dalai Lama, spricht bei einer Veranstaltung anlässlich seines 90. Geburtstags nach tibetischem Kalender in Dharamshala / © Ashwini Bhatia/AP ( dpa )

Das Büro des Dalai Lama weist Berichte über angebliche Verbindungen mit dem verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein nachdrücklich zurück. Einige Medien sowie Beiträge in Sozialen Medien über die "Epstein-Akten" versuchten, den spirituellen Führer der tibetischen Buddhisten mit Epstein in Verbindung zu bringen, heißt es am Sonntag in einer Erklärung auf dem offiziellen X-Account des Dalai Lama. Dieser habe aber "Jeffrey Epstein nie getroffen und auch nie ein Treffen oder eine Interaktion mit ihm durch Dritte in seinem Namen autorisiert".

Dokumente mit geschwärzten Passagen, die in den vom US-Justizministerium freigegebenen Jeffrey-Epstein-Akten enthalten sind. / © Jon Elswick/AP/dpa (dpa)
Dokumente mit geschwärzten Passagen, die in den vom US-Justizministerium freigegebenen Jeffrey-Epstein-Akten enthalten sind. / © Jon Elswick/AP/dpa ( dpa )

Das US-Justizministerium hat kürzlich mehr als drei Millionen Dokumente, über 2.000 Videos und rund 180.000 Fotos der "Epstein-Akten" veröffentlicht. Berichten zufolge taucht der Name des Dalai Lama darin mindestens 169 mal auf.  Epstein soll demnach über seine Teilnahme an Veranstaltungen gesprochen haben, bei denen auch der Dalai Lama anwesend sein würde. Ferner soll Epstein Mitarbeiter angewiesen haben, mögliche Treffen mit dem Dalai Lama zu organisieren.

Dalai Lama

Der derzeitige Dalai Lama gilt den Tibetern als 14. Wiedergeburt des Buddhas des Mitgefühls. Seit dem 17. Jahrhundert war der Dalai Lama ("Ozean der Weisheit") nicht nur geistliches, sondern auch weltliches Oberhaupt Tibets, bis er diese Aufgabe 2011 einer zivilen Exilregierung unter einem gewählten Ministerpräsidenten übergab.

Nach dem Tod eines Dalai Lama suchen die Mönche des Landes nach einem Kind, in dem nach ihrer Überzeugung die Seele des Buddhas fortlebt.

Der Dalai Lama in seinem Zuhause in McLeod Ganj, Indien / © Salvacampillo (shutterstock)
Der Dalai Lama in seinem Zuhause in McLeod Ganj, Indien / © Salvacampillo ( shutterstock )
Quelle:
KNA