Die frühere Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Geehrt werde damit "das Engagement einer Frau, einer 'politischen Christin', die über viele Jahre gezeigt hat, dass Veränderungen möglich sind, wenn wir bereit sind Verantwortung zu übernehmen", sagte der rheinland-pfälzische Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch am Dienstag bei einer Feierstunde in Mainz.
Mock setze sich für zentrale kirchen- und gesellschaftspolitische Anliegen ein, besonders für den Zugang von Frauen zu kirchlichen Führungspositionen sowie den gleichberechtigten Zugang zu allen Ämtern in der Kirche. "Ihr Einsatz ist geprägt von einem tiefen Verantwortungsgefühl für die Menschen, für die Gesellschaft und die Kirche", betonte Hoch. Sie schlage "Brücken zwischen Generationen, Geschlechtern, Menschen verschiedener Überzeugungen und unterschiedlicher Lebensentwürfe".
Vielfaches Engagement
Die 55-jährige Ökotrophologin, von 2021 bis 2025 ZdK-Vizepräsidentin, lebt in Neuwied und engagiert sich seit langem für zahlreiche kirchliche Verbände und Projekte. Sie war Co-Vorsitzende der Kommission "Monitoring & Evaluation" im Synodalen Ausschuss und Co-Vorsitzende Forums "Sexualität und Partnerschaft" des Synodalen Weges.
Seit über 20 Jahren ist sie als Geschäftsführerin des Hildegardis-Vereins tätig, der sich zur Förderung von Frauenstudien, geschlechtergerechter Führung in der Kirche und Inklusion einsetzt.
Von 2003 bis 2021 war Mock zudem Mitglied des Bundesvorstands des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB), seit 2011 als Vizepräsidentin. "Wir freuen uns über die Anerkennung ihres unermüdlichen Einsatzes", sagte KDFB-Präsidentin Anja Karliczek anlässlich der Auszeichnung. Birgit Mock sei eine engagierte Frauenbundfrau, die Verantwortung übernehme, authentisch ihren Überzeugungen folge und mit Weitsicht, Klarheit und Empathie wirke.