Das sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Sonntag bei einer Messe in der Kathedrale Sankt Ansgar in Kopenhagen. Papst Leo XIV. hatte seinen Chefdiplomaten eigens zum Sondergesandten für die Jubiläumsfeierlichkeiten ernannt.
Parolin unterstrich die Rolle des "unauslöschlichen" christlichen Erbes in der heutigen dänischen Gesellschaft: "Dänemark ist nicht mehr das heidnische Land, dem Ansgar bei seiner Ankunft hier begegnete."
Die katholische Gemeinschaft wolle mit Lutheranern und allen Menschen guten Willens zusammenarbeiten, um sich für Solidarität und Menschenwürde einzusetzen.
Das Gedenken an Ansgar könne dabei als wichtiger Impuls dienen. "Möge die Feier dieses Jubiläums in uns einen lebendigen Glauben erneuern - den Mut, der aus der Hoffnung und einer echten und wirksamen Liebe zu Gott und unseren Mitmenschen kommt", so der Kardinal.
Ansgar - Apostel des Nordens
Ansgar, der als Apostel des Nordens gilt, wurde um 801 im heutigen Nordfrankreich geboren und wirkte als benediktinischer Missionar in Dänemark und Schweden. 831 wurde er zum ersten Erzbischof von Hamburg ernannt und leitete später das Erzbistum Bremen. Er starb 865 in Bremen und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.
Nicht zuletzt in Norddeutschland ist der frühchristliche Missionar Ansgar ein populärer Heiliger. Dort wollen die Kirchen mit einem gemeinsamen Jubiläumsjahr an sein Wirken erinnern. Das Programm mit Gottesdiensten, Pilgerangeboten, Vorträgen und ökumenischen Begegnungen steht unter dem Motto "Ansgar 2026 - Vom Mut, Grenzen zu überwinden".