Die Restaurierung der Geburtsgrotte Jesu beginnt in Bethlehem

"Gemeinsames Engagement der Christen"

In der Geburtskirche von Bethlehem beginnen aufwendige Restaurierungsarbeiten. Das teilten die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes und das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Detailaufnahme der Geburtsstelle Jesu Christi in der menschenleeren Geburtsgrotte unter der Geburtskirche in Bethlehem / © Andrea Krogmann (KNA)
Detailaufnahme der Geburtsstelle Jesu Christi in der menschenleeren Geburtsgrotte unter der Geburtskirche in Bethlehem / © Andrea Krogmann ( KNA )

Das teilten die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes und das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem in einer gemeinsamen Erklärung mit. Auch das armenische Patriarchat und die palästinensischen Behörden sind den Angaben zufolge beteiligt.

"Dieses Projekt verkörpert das gemeinsame Engagement der Christen, das spirituelle, historische und kulturelle Erbe der Heiligen Grotte für künftige Generationen zu bewahren", heißt es in der Mitteilung. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, die Restaurierung könne nun bald beginnen. Beauftragt worden sei die italienische Firma Piacenti, die in den vergangenen Jahren bereits Arbeiten an der Geburtsbasilika vorgenommen habe.

Teil des Unesco-Welterbes

Die im Juni 2012 auf die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommene Geburtskirche im Zentrum Bethlehems gehört zu den heiligsten Stätten der Christenheit. Seit 2013 wurde sie umfangreich restauriert.

Kaiser Konstantin errichtete 326 den Vorgängerbau der heutigen Kirche. Der Hauptaltar der im sechsten Jahrhundert neu erbauten Basilika befindet sich über einer zwölf mal zehn Meter großen Grotte. Dort wird der Geburtsort Jesu verehrt.

Geburtskirche

Geburtskirche in Bethlehem / © Renardo Schlegelmilch (DR)
Geburtskirche in Bethlehem / © Renardo Schlegelmilch ( DR )

Die Geburtskirche im Zentrum von Bethlehem ist eine der heiligsten Stätten der Christenheit. An der Stelle, an der Maria in einer Höhle Jesus geboren haben soll, wurde unter Kaiser Konstantin 326 der Vorgängerbau der heutigen Kirche errichtet. Der Hauptaltar der im sechsten Jahrhundert neu erbauten Basilika befindet sich über einer zwölf mal zehn Meter großen Grotte. Dort wird, markiert durch einen 14-zackigen Stern auf dem Boden, der Geburtsort Jesu verehrt. Der Eintritt in die Kirche erfolgt seit dem 16. Jahrhundert durch die nur 1,20 Meter hohe "Tür der Demut".

Quelle:
KNA