Katholisch-Theologischer Fakultätentag tagt in Fulda

Wie sieht die Zukunft aus?

Sinkende Studierendenzahl, neue Studienwege und ein Blick auf Künstliche Intelligenz. Darum geht es beim Katholisch-Theologischen Fakultätentag in Fulda. Die Teilnehmenden beraten über die Zukunft von Forschung, Lehre und Ausbildung.

Symbolbild Seminarist mit aufgeschlagener Bibel / © Doidam 10 (shutterstock)
Symbolbild Seminarist mit aufgeschlagener Bibel / © Doidam 10 ( shutterstock )

Von diesem Donnerstag an beraten die Katholisch-Theologischen Fakultäten in Deutschland über die Zukunft ihres Faches in Fulda. Neben Berichten und hochschulpolitischen Beratungen widmet sich die Versammlung den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Theologie, Forschung und Lehre.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorstellung einer Studie zu Studienabbruchgründen in der katholischen Theologie. Hintergrund ist der seit Jahren anhaltende Rückgang der Studierendenzahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Wintersemester 2023/2024 rund 5.400 Studierende in katholischer Theologie eingeschrieben, mehr als die Hälfte davon Frauen. Fünf Jahre zuvor lag die Zahl noch bei etwa 7.700.

Das Theologiestudium qualifiziert nicht nur für kirchliche Tätigkeiten, sondern auch für Berufsfelder im Kultur- und Bildungsbereich, in Beratung und in weiteren gesellschaftlichen Arbeitsfeldern. Um neue Zielgruppen zu erreichen, entwickeln Hochschulen verstärkt neue Studienangebote und Zugangswege.

Wahl eines neuen Vorsitzenden

Bei einer Mitgliederversammlung wählt die Versammlung zudem einen neuen Vorsitzenden. Zur Wahl steht der Würzburger Professor für Fundamentaltheologie, Matthias Reményi. Der 1958 gegründete Katholisch-Theologische Fakultätentag ist der Zusammenschluss von 18 katholisch-theologischen Fakultäten und Fachbereichen an staatlichen und kirchlichen Hochschulen in Deutschland. 

Darüber hinaus sind 33 Institute für Katholische Theologie zur Ausbildung von Religionslehrkräften vertreten. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedseinrichtungen gegenüber Staat und Kirche zu koordinieren und zu vertreten. 

Bistum Fulda

Das Bistum Fulda wurde im Jahr 1752 gegründet. Es erstreckt sich vom nordhessischen Bad Karlshafen bis in den Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und von der Universitätsstadt Marburg in Oberhessen bis nach Geisa im Thüringer Land auf einer Fläche von 10.318 Quadratkilometern. 

Die Diözese hat rund 327.000 Katholikinnen und Katholiken. Fulda ist ein Diasporabistum, in dem die Katholiken insgesamt in einer Minderheit sind, wenn auch mit regional starken Unterschieden. 

Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen (DR)
Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen ( DR )
Quelle:
KNA