Von diesem Donnerstag an beraten die Katholisch-Theologischen Fakultäten in Deutschland über die Zukunft ihres Faches in Fulda. Neben Berichten und hochschulpolitischen Beratungen widmet sich die Versammlung den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Theologie, Forschung und Lehre.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorstellung einer Studie zu Studienabbruchgründen in der katholischen Theologie. Hintergrund ist der seit Jahren anhaltende Rückgang der Studierendenzahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Wintersemester 2023/2024 rund 5.400 Studierende in katholischer Theologie eingeschrieben, mehr als die Hälfte davon Frauen. Fünf Jahre zuvor lag die Zahl noch bei etwa 7.700.
Das Theologiestudium qualifiziert nicht nur für kirchliche Tätigkeiten, sondern auch für Berufsfelder im Kultur- und Bildungsbereich, in Beratung und in weiteren gesellschaftlichen Arbeitsfeldern. Um neue Zielgruppen zu erreichen, entwickeln Hochschulen verstärkt neue Studienangebote und Zugangswege.
Wahl eines neuen Vorsitzenden
Bei einer Mitgliederversammlung wählt die Versammlung zudem einen neuen Vorsitzenden. Zur Wahl steht der Würzburger Professor für Fundamentaltheologie, Matthias Reményi. Der 1958 gegründete Katholisch-Theologische Fakultätentag ist der Zusammenschluss von 18 katholisch-theologischen Fakultäten und Fachbereichen an staatlichen und kirchlichen Hochschulen in Deutschland.
Darüber hinaus sind 33 Institute für Katholische Theologie zur Ausbildung von Religionslehrkräften vertreten. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedseinrichtungen gegenüber Staat und Kirche zu koordinieren und zu vertreten.