Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz (59) hat am Montag in Jerusalem eine Auszeichnung erhalten.
Als Dank für seine Unterstützung für ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel bekam er die Ehrenmedaille des Vikariats für die hebräischsprachigen Katholiken. Sein Beitrag habe das Fest erst ermöglicht, sagte der Vikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Piotr Zelazko. Bentz nahm die Medaille beim Besuch einer internationalen Gruppe von Bischöfen im Heiligen Land entgegen.
Das Fest mit dem Motto "Seid fröhlich", das im Oktober am Marienheiligtum Deir Rafat zwischen Tel Aviv und Jerusalem stattfand, brachte laut Zelazko rund 200 arabischsprachige und hebräischsprachige christliche Jugendliche aus Israel sowie jugendliche christliche Migranten zusammen. Dies sei ein "Zeugnis für die Einheit" in schwierigen Zeiten im Heiligen Land.
Spontane Hilfe
Seine Unterstützung für das Jugendfest sei eine spontane Entscheidung gewesen, sagte Bentz der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er nimmt als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz an dem Bischofstreffen teil. Das Fest sei ein Beispiel für das, was Papst Leo XIV. mit einem entwaffneten und entwaffnenden Dialog meine.
Das Zusammentreffen von arabisch-israelischen christlichen Jugendlichen mit christlichen Altersgenossen aus der hebräischsprachigen, jüdisch geprägten Gesellschaft ist nach Worten von Zelazko ein sensibles Thema. "Jede Zusammenarbeit mit der anderen Seite steht im Verdacht des Verrats", so der polnische Priester. Indem die unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche zusammenkämen, könnten sie zeigen, dass sie alle auf "derselben Seite, der Seite des Friedens" stünden.