Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz in Jerusalem geehrt

"Zeugnis für die Einheit"

Spontan hatte der Paderborner Erzbischof Bentz ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel unterstützt und es damit erst möglich gemacht. Die kirchlichen Veranstalter danken es ihm mit einer Auszeichnung, die Bentz nun entgegennahm.

Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn, beim Besuch des Sankt James-Vikariates für die hebräischsprachigen Katholiken in Israel / © Andrea Krogmann (KNA)
Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn, beim Besuch des Sankt James-Vikariates für die hebräischsprachigen Katholiken in Israel / © Andrea Krogmann ( KNA )

Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz (59) hat am Montag in Jerusalem eine Auszeichnung erhalten. 

Als Dank für seine Unterstützung für ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel bekam er die Ehrenmedaille des Vikariats für die hebräischsprachigen Katholiken. Sein Beitrag habe das Fest erst ermöglicht, sagte der Vikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Piotr Zelazko. Bentz nahm die Medaille beim Besuch einer internationalen Gruppe von Bischöfen im Heiligen Land entgegen.

Udo Markus Bentz (l.), Erzbischof von Paderborn, erhält eine Ehrenmedaille von Piotr Zelazko, Patriarchalvikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, beim Besuch des Sankt James-Vikariates für die hebräischsprachigen Katholiken in Israel / © Andrea Krogmann (KNA)
Udo Markus Bentz (l.), Erzbischof von Paderborn, erhält eine Ehrenmedaille von Piotr Zelazko, Patriarchalvikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, beim Besuch des Sankt James-Vikariates für die hebräischsprachigen Katholiken in Israel / © Andrea Krogmann ( KNA )

Das Fest mit dem Motto "Seid fröhlich", das im Oktober am Marienheiligtum Deir Rafat zwischen Tel Aviv und Jerusalem stattfand, brachte laut Zelazko rund 200 arabischsprachige und hebräischsprachige christliche Jugendliche aus Israel sowie jugendliche christliche Migranten zusammen. Dies sei ein "Zeugnis für die Einheit" in schwierigen Zeiten im Heiligen Land.

Spontane Hilfe

Seine Unterstützung für das Jugendfest sei eine spontane Entscheidung gewesen, sagte Bentz der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er nimmt als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz an dem Bischofstreffen teil. Das Fest sei ein Beispiel für das, was Papst Leo XIV. mit einem entwaffneten und entwaffnenden Dialog meine.

Das Zusammentreffen von arabisch-israelischen christlichen Jugendlichen mit christlichen Altersgenossen aus der hebräischsprachigen, jüdisch geprägten Gesellschaft ist nach Worten von Zelazko ein sensibles Thema. "Jede Zusammenarbeit mit der anderen Seite steht im Verdacht des Verrats", so der polnische Priester. Indem die unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche zusammenkämen, könnten sie zeigen, dass sie alle auf "derselben Seite, der Seite des Friedens" stünden.

Lateinisches Patriarchat von Jerusalem

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem betreut die römisch-katholischen Christen im Heiligen Land. Seine Jurisdiktion erstreckt sich über das Staatsgebiet von Israel, Jordanien, Zypern und die Palästinensischen Gebiete. Die Ursprünge des Patriarchats liegen in der Zeit der Kreuzfahrer, die sich als "Lateiner" bezeichneten. Es erlosch jedoch mit dem Fall Akkos 1291. Im Jahr 1847 belebte Papst Pius IX. das Patriarchat neu.

Blick auf Jerusalem / © Kyrylo Glivin (shutterstock)
Quelle:
KNA