Papst ruft bei Mittagsgebet zu mehr Einheit der Christen auf

Papst erinnert an das "große Leid"

Papst Leo XIV. ruft angesichts Gewalt im Ostkongo und Überschwemmungen in Mosambik zu Solidarität auf und betont beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz: Einheit der Christen, Frieden und Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen.

Archiv: Mosambik: Eine Luftaufnahme zeigt überschwemmte Landschaft und Menschen, die auf einem Dach Zuflucht suchen  / © Katastrophenhilfeagentur INGC (dpa)
Archiv: Mosambik: Eine Luftaufnahme zeigt überschwemmte Landschaft und Menschen, die auf einem Dach Zuflucht suchen / © Katastrophenhilfeagentur INGC ( dpa )

Papst Leo XIV. hat zur Solidarität für von Krisen betroffene Menschen in Afrika aufgerufen. Beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz erinnerte er "an das große Leid" der Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die aufgrund von Gewalt gezwungen sei, ihr Land vor allem Richtung Burundi zu verlassen, und sich einer schweren humanitären Krise gegenübersehe. "Lasst uns beten, dass der Dialog zur Versöhnung und zum Frieden zwischen den Konfliktparteien stets vorherrscht", sagte Leo.

Schüler auf dem Weg zur Schule im Kongo / © The Road Provides (shutterstock)
Schüler auf dem Weg zur Schule im Kongo / © The Road Provides ( shutterstock )

Ebenso versicherte er den Opfern der jüngsten Überschwemmungen im südlichen Afrika seine Gebete. Bei heftigen Regenfällen in Mosambik sind laut Hilfsorganisationen bis zum Wochenende mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 230.000 Personen wurden durch die Wassermassen vertrieben, teilte Save the Children auf X mit. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen sprach von der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahren. Angesichts zerstörter Felder und erheblicher Schäden an der Infrastruktur könne es zu Ernährungsengpässen kommen.

"Einsatz für Ökumene, Frieden und Gerechtigkeit"

Mit Blick auf die an diesem Sonntag begonnene "Gebetswoche für die Einheit der Christen" rief Leo XIV. alle katholischen Gemeinden auf, verstärkt für die "volle sichtbare Einheit aller Christen" zu beten. "Der Einsatz für die Einheit muss stets mit unserem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einhergehen", sagte er.

Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

In diesem Jahr seien die Gebete und Betrachtungen von einer ökumenischen Gruppe unter Leitung des Referats für Interreligiöse Beziehungen der Armenischen Apostolischen Kirche erarbeitet worden, so der Papst. Das Thema "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch zu einer Hoffnung berufen seid" stammt aus dem Brief an die Epheser im Neuen Testament.

Die Vorschläge für die Gebetswoche für die Einheit der Christen seien erstmals vor genau hundert Jahren veröffentlicht worden, erinnerte der Papst. Die Ursprünge dieser Initiative reichten zwei Jahrhunderte zurück. Leo XIII. (1878-1903), auf den sich der heutige Papst mit seinem Namen ausdrücklich bezieht, habe sie nachdrücklich gefördert, betonte er.

Quelle:
KNA