Nach der US-Intervention in Venezuela ist die humanitäre Lage in dem lateinamerikanischen Land nach Einschätzung von Caritas international höchst angespannt. Steigende Preis, Angst und Unsicherheit erschwerten die Ernährungssituation, erklärte die Hilfsorganisation am Freitag in Freiburg. "Die Menschen sind erschöpft und stehen physisch wie mental vor dem Zusammenbruch", sagte Jonas Brenner, der für Caritas international Hilfsprojekte in Venezuela koordiniert. Der Alltag der Menschen sei vom Kampf um das Nötigste geprägt.
Die Hilfsorganisation kündigte an, die Lebensmittelverteilung in Suppenküchen landesweit fortzuführen. Kooperationspartner seien die venezolanische Caritas, die als eine der wenigen Hilfsorganisationen im ganzen Land gut vernetzt sei. Wichtig sei auch die Unterstützung von Müttern mit mangelernährten Kindern. Diese Hilfen müssten dringend ausgeweitet werden, fordert Caritas international.