Caritas berichtet über erschöpfte Menschen in Venezuela

Von politischen Krisen und Überlebenskampf zermürbt

Der Alltag sei für viele Venezolaner ein ständiger Kampf ums Überleben, hat die Hilfsorganisation in einem Statement gewarnt. Weitere Hilfen, etwa in Form von Lebensmittelverteilung, seien nötig – besonders für mangelernährte Kinder.

Proteste in Venezuela nach Präsidentschaftswahl  / © Matias Delacroix (dpa)
Proteste in Venezuela nach Präsidentschaftswahl / © Matias Delacroix ( dpa )

Nach der US-Intervention in Venezuela ist die humanitäre Lage in dem lateinamerikanischen Land nach Einschätzung von Caritas international höchst angespannt. Steigende Preis, Angst und Unsicherheit erschwerten die Ernährungssituation, erklärte die Hilfsorganisation am Freitag in Freiburg. "Die Menschen sind erschöpft und stehen physisch wie mental vor dem Zusammenbruch", sagte Jonas Brenner, der für Caritas international Hilfsprojekte in Venezuela koordiniert. Der Alltag der Menschen sei vom Kampf um das Nötigste geprägt.

Die Hilfsorganisation kündigte an, die Lebensmittelverteilung in Suppenküchen landesweit fortzuführen. Kooperationspartner seien die venezolanische Caritas, die als eine der wenigen Hilfsorganisationen im ganzen Land gut vernetzt sei. Wichtig sei auch die Unterstützung von Müttern mit mangelernährten Kindern. Diese Hilfen müssten dringend ausgeweitet werden, fordert Caritas international.

Caritas international

Caritas International arbeitet eng mit den weltweit 165 nationalen Caritas-Organisationen zusammen. Von seinem Hauptsitz in Freiburg aus unterstützt das katholische Hilfswerk jährlich etwa 1.000 Hilfsprojekte in aller Welt. In den Projekten gewährleisten die Kompetenz und das Engagement der einheimischen Caritas-Mitarbeiter den dauerhaften Erfolg vor Ort.

Die Caritas gibt es in über 160 Ländern / © Karolis Kavolelis (shutterstock)
Die Caritas gibt es in über 160 Ländern / © Karolis Kavolelis ( shutterstock )
Quelle:
KNA