Zuerst der Papst, dann die Maurer: Nach der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom durch Leo XIV. am 6. Januar wird das Portal jetzt auch von innen zugemauert. Das letzte Ritual zum Abschluss des Heiligen Jahres 2025 findet am Freitagabend als private Zeremonie statt, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte. Zuvor werden auch an den anderen drei Papstbasiliken in Rom die jeweiligen Heiligen Pforten vermauert.
Dabei wird gemäß der Tradition eine Bronzekapsel in die Mauer eingesetzt. Diese enthält das Schließungsprotokoll des Portals, dessen Schlüssel, päpstliche Medaillen seit der letzten Schließung der Heiligen Pforte im außerordentlichen Heiligen Jahr 2016 und gegebenenfalls eine Gedenkmedaille der jeweiligen Basilika.
Heiliges Jahr auch zeremoniell beendet
Damit ist das Heilige Jahr 2025 der katholischen Kirche auch zeremoniell abgeschlossen. Zu dem Großereignis, das normalerweise nur alle 25 Jahre stattfindet, kamen rund 33,5 Millionen Menschen nach Rom. Als äußere Zeichen werden in diesen Festjahren die Heiligen Pforten an den vier Papstbasiliken geöffnet, die normalerweise von außen verschlossen und von innen zugemauert sind. Die Mauern werden aus Sicherheitsgründen bereits vor der feierlichen Öffnungszeremonie eingerissen, nachdem Paul VI. im Heiligen Jahr 1975 beim Abbruch der Mauer fast von Steinen getroffen worden wäre.
Bereits am Dienstagabend wurde die Heilige Pforte an der Basilika Santa Maria Maggiore zugemauert. Es folgen an diesem Mittwochabend die Lateranbasilika sowie am Donnerstag die Basilika Sankt Paul vor den Mauern, bevor der Petersdom den Abschluss bildet.
Nächste Öffnung schon 2033?
Das nächste Heilige Jahr findet regulär 2050 statt. Doch schon für 2033 hat Papst Leo XIV. ein großes Festjahr aus Anlass des Todes und der Auferstehung von Jesus Christus vor 2.000 Jahren angekündigt. Ob dies als außerordentliches Heiliges Jahr der katholischen Kirche samt Öffnung der Heiligen Pforten begangen wird, ist noch nicht entschieden.