Kirchenmusiker im Bistum Münster vom Dienst freigestellt

Polizeiliche Ermittlungen

Wegen polizeilicher Ermittlungen gegen einen Kirchenmusiker hat eine Kirchengemeinde in Münster ihn vom Dienst freigestellt. Bis mindestens zur weiteren Klärung des Sachverhalts bleibt die Freistellung bestehen.

Spieltisch einer Orgel / © Christopher Beschnitt (KNA)
Spieltisch einer Orgel / © Christopher Beschnitt ( KNA )

"Die Tatvorwürfe beziehen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf einen Vorfall, der im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Mannes in der Pfarrei steht oder der sich in der Pfarrei ereignet hat", erklärte das katholische Bistum Münster am Samstag. "Die Freistellung bleibt mindestens bis zur weiteren Klärung des Sachverhalts bestehen." Die Polizei habe die Kirchengemeinde am 20. Mai über die Ermittlungen informiert, weswegen der Beschuldigte seitdem nicht mehr im Dienst und inzwischen auch formal freigestellt sei.

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
Quelle:
epd