Kardinal Marx sieht noch längst keine synodale Kirche

"Synodalität ist schwierig und anstrengend"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnt vor einem Rückfall in alte Denkmuster nach dem Abschluss des Reformprojekts Synodaler Weg. "Es geht nicht darum, jetzt wieder das alte Schema anzuwenden, der Bischof soll entscheiden".

Kardinal Reinhard Marx / © Maximilian von Lachner (SW)
Kardinal Reinhard Marx / © Maximilian von Lachner ( SW )

Das sagte der Erzbischof von München und Freising am Wochenende in Wolfratshausen.

Kardinal Reinhard Marx auf der fünften Synodalversammlung / © Maximilian von Lachner (SW)
Kardinal Reinhard Marx auf der fünften Synodalversammlung / © Maximilian von Lachner ( SW )

Dort fand die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken statt, des obersten Laiengremiums der Erzdiözese. Marx ergänzte: "Synodalität ist schwierig und anstrengend und mühevoll. Wir sind da noch lange nicht am Punkt zu sagen, wir sind eine synodale Kirche."

Synodaler Ausschuss sei sinnvoll

Marx sagte weiter, es sei eine "vernünftige Lösung", im Anschluss an die bisherigen Beratungen des Synodalen Weges einen Synodalen Ausschuss zu gründen. Das Gremium soll einen Synodalen Rat als dauerhaftes Organ gemeinsamer Beratung und Entscheidung von Bischöfen und Laien in Deutschland vorbereiten.

Marx fügte an, man müsse gleichzeitig überlegen, wie Beratungen und Entscheidungen in den einzelnen Bistümern aussehen könnten. Wichtig sei, die Gremien miteinander zu vernetzen. Es dürfe nicht der Fall eintreten, dass Themen "hier und da besprochen werden, ohne dass diese Gremien miteinander reden".

Quelle:
KNA