"Jedes Leben ist schützenswert, das des alten und schwachen Menschen genauso wie das des jungen und gesunden, das des ungeborenen Kindes genauso wie das des Kranken auf der Intensivstation", schreibt Woelki am Mittwoch auf Twitter. "Wir glauben an die Würde eines jeden Menschen - ohne Ausnahme."
Krise nicht für Tabubrüche missbrauchen
Rekowski sprach in einer Videobotschaft von Mittwoch von einer abstrusen Debatte. "Da wird etwa die Frage gestellt, ob medizinische Hilfe überhaupt noch nötig ist bei Menschen, die eine Lebenserwartung haben, die man nicht mehr in Jahren messen kann." Kirche und Gesellschaft müssten darauf achten, dass die Corona-Krise nicht für Tabubrüche genutzt werde.
In der Debatte um Lockerungen der Corona-Maßnahmen hatte sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) kritisch zu Auflagen zum Schutz von Risikogruppen geäußert. Er sagte am Dienstag im Sat.1-Frühstücksfernsehen: "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären." Später entschuldige sich Palmer für seine Äußerung.