06.03.2005

Nachrichtenarchiv 07.03.2005 00:00 Italien entsetzt nach dem Anschlag auf den Befreiungskonvoi der Journalistin Giuliana Sgrena

Italien weinte in den vergangenen Tagen viele Tränen. Einerseits ist die italienische Journalistin Giuliana Sgrena aus den Händen der irakischen Entführer befreit worden; andererseits starb der italienische Geheimdienstler Nicola Calipari. Im amerikanischen Kugelhagel warf er sich schützend vor die Journalistin, die die Attacke überlebt hat.

Italien weinte in den vergangenen Tagen viele Tränen. Einerseits ist die italienische Journalistin Giuliana Sgrena aus den Händen der irakischen Entführer befreit worden; andererseits starb der italienische Geheimdienstler Nicola Calipari. Im amerikanischen Kugelhagel warf er sich schützend vor die Journalistin, die die Attacke überlebt hat. „Friendly fire", also „freundliches Feuer" heißt es in der Kriegssprache, wenn verbündete Truppen sich beschießen. In diesem Falle waren es die Amerikaner, die das Feuer auf das Auto der Italiener eröffnet hatten.  Ein italienischer Reporter, Renato Caprile, der für die Tageszeitung La Repubblica in Bagdad arbeitet, erklärte in einem Fernseh-Interview, dass Zwischenfälle wie im Falle Calipari keineswegs selten seien im Irak: Immer wieder werde von US-Soldaten "ohne Vorwarnung geschossen". Wenn dabei "nur" Iraker betroffen seien, werde dies jedoch im Allgemeinen nicht bekannt.Ein Interview mit dem Rom-Korrespondenten der Zeitung „Die Welt", Paul Badde.