Synode

 (DR)

Der aus dem griechischen "synodos" ("gemeinsamer Weg","Zusammenkunft") stammende Begriff Synode bezeichnet im Christentum eine Kirchenversammlung.

Die evangelischen Kirchen verstehen Synoden als ein aus Laien und Amtsträgern zusammengesetztes Kirchenparlament. In orthodoxen Kirchen sind die Synoden das oberste beschlussfassende Gremium, das auch die jeweiligen Kirchenoberhäupter wählt. Das katholische Kirchenrecht unterscheidet zwischen Diözesansynoden auf Ebene eines Bistums, Partikularkonzilien auf nationaler Ebene und der weltweiten Bischofssynode.

Die Synode hat in der katholischen Kirche beratende Funktion. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das die Kirche als Volk Gottes bezeichnete, wertete die Diözesansynoden auf und schuf die Institution der weltweiten Bischofssynode. Von 1971 bis 1975 gab es eine Gemeinsame Synode der westdeutschen Bistümer in Würzburg.

Auf der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Lingen kündigte der Konferenz-Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx jetzt einen "verbindlichen synodalen Weg" zur Erneuerung und Veränderung der Kirche an. (kna/Stand 14.03.2019)