Malteser Migranten Medizin

Malteser Migranten Medizin bietet Hilfe an  (dpa)
Malteser Migranten Medizin bietet Hilfe an / ( dpa )

In der Malteser Migranten Medizin (MMM) finden Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Krankenversicherung einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft übernimmt.

Da viele Patienten weder eine Praxis noch ein Krankenhaus aufsuchen wollen, helfen die Malteser unter Wahrung der Anonymität. Vernetzungen und Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Hilfe.

Mehr als 70.000 mal Hilfe bisher

MMM konnte in den letzten zehn Jahren mehr als 70.000 mal Menschen helfen. Häufige Gründe, die Anlaufstellen aufzusuchen, sind Schwangerschaft, Unfallfolgen, akute Zahnerkrankungen, Tumorerkrankungen sowie Infektionskrankheiten. Die Patienten sind durchschnittlich deutlich jünger und schwerer erkrankt als in einer normalen Arztpraxis. Man schätzt, dass in Deutschland bis zu einer halben Million Menschen in der Illegalität leben. Hinzu kommen  Deutsche ohne Krankenversicherung sowie Menschen aus den neuen EU-Ländern, die nicht krankenversichert sind. Besonders in den Großstädten und Ballungsgebieten lebt eine hohe Zahl von Menschen ohne Krankenversicherungsschutz.

Die erste Anlaufstelle entstand 2001 in Berlin. Mittlerweile finden Patienten die Malteser Migranten Medizin in 12 Städten.

(Malteser)