Kirchenstatistik weist hohe Austrittszahlen aus

Symbolbild Kirchenaustritt / © Elisabeth Rahe (KNA)
Symbolbild Kirchenaustritt / © Elisabeth Rahe ( KNA )

Die katholische Kirche in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut stark geschrumpft. 522.821 Menschen traten aus der Kirche aus - so viele wie nie zuvor. Dies geht aus der von der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn veröffentlichten allgemeinen Kirchenstatistik hervor. Insgesamt liegt die Mitgliederzahl nun bei rund 20,9 Millionen.

2021 waren 359.338 Menschen ausgetreten - seinerzeit ebenfalls ein Rekordwert. Die Kirche verlor im vergangenen Jahr insgesamt knapp 763.000 Mitglieder durch Austritte und Todesfälle. Demgegenüber stehen rund 155.000 Neuaufnahmen durch Taufen sowie 1.445 Eintritte etwa aus anderen christlichen Konfessionen und 3.749 Wiederaufnahmen.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verzeichnete zuletzt steigende Austrittszahlen. Nach EKD-Angaben vom März sank die Zahl der Gläubigen in den 20 Landeskirchen zum Jahreswechsel auf 19,15 Millionen. Das waren rund 575.000 weniger als im Vorjahr, davon etwa 380.000 aktive Kirchenaustritte. (kna/28.06.2023)