Enzyklika "Humanae vitae"

 (DR)

Die im Jahr 1968 veröffentlichte Papstenzyklika "Humanae Vitae - Über die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens" ist bis heute grundlegend für das Nein der katholischen Kirche zur künstlichen Empfängnisverhütung. In dem Lehrschreiben, das auch als Antwort der Kirche auf die Antibabypille interpretiert wurde, formulierte Papst Paul VI. (1963-1978), dass "jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben" müsse.

Konkret lehnt die Enzyklika alle Formen der künstlichen Empfängnisverhütung wie Kondome oder die Pille ab und sieht nur natürliche Methoden der Verhütung wie die Temperatur- oder Zyklusmethode als moralisch vertretbar an. Mit scharfen Worten warnt das Lehrschreiben, dass künstliche Formen der Verhütung zu vielfacher ehelicher Untreue führen würden und dass sie letztlich dazu beitragen könnten, die Frau zum Sexualobjekt zu degradieren.

2008 bekräftigte Benedikt XVI. (2005-2013) zum Jahrestag der Enzyklika die Ablehnung von künstlicher Empfängnisverhütung durch die katholische Kirche. Auch Papst Franziskus lobte wiederholt die Enzyklika und bezeichnete sie als "prophetisch", ohne allerdings in diesem Zusammenhang näher auf Detailfragen einzugehen. (kna/Stand 25.07.2018)