Die Buber-Rosenzweig-Medaille

Buber-Rosenzweig-Medaille / © Nicolas Armer (dpa)
Buber-Rosenzweig-Medaille / © Nicolas Armer ( dpa )

Die Buber-Rosenzweig-Medaille gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen im christlich-jüdischen Dialog in Deutschland. Sie wird seit 1968 vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verliehen. Mit der Ehrung werden Persönlichkeiten oder Initiativen gewürdigt, die sich in besonderer Weise für Verständigung, Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Juden und Christen einsetzen.

Benannt ist die Medaille nach den jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber (1878–1965) und Franz Rosenzweig (1886–1929). Beide prägten im 20. Jahrhundert das jüdische Denken und setzten sich intensiv mit Fragen des Glaubens, der Ethik und des Dialogs zwischen Religionen auseinander. Ihre Gedanken gelten bis heute als wichtige Grundlage für den christlich-jüdischen Austausch.

Die Verleihung der Medaille ist traditionell Teil der zentralen Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit. Diese Aktionswoche wird jedes Jahr im März bundesweit von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisiert. Sie soll an die gemeinsame Verantwortung erinnern, Antisemitismus entgegenzutreten und den Dialog zwischen Juden und Christen zu stärken.