Der Kölner Domchor

Eine tolle Kulisse im Rücken: Der Kölner Domchor auf den Stufen des Altarraumes. / © Beatrice Tomasetti (DR)
Eine tolle Kulisse im Rücken: Der Kölner Domchor auf den Stufen des Altarraumes. / © Beatrice Tomasetti ( DR )

Seit mehr als 150 Jahren ist der Kölner Domchor – ein Knabenchor, der mit Herrenstimmen verstärkt wird – wesentlicher Bestandteil der Liturgie. Darüber hinaus hat sich der 1863 wiedergegründete Domchor durch Konzerte im Dom selbst, in der Philharmonie oder der Oper weit über Köln hinaus einen Namen gemacht. Dabei arbeiten die Sänger mit den großen musikalischen Institutionen der Stadt zusammen: mit dem Gürzenich-Orchester, der Oper, den Ensembles des Westdeutschen Rundfunks sowie mit zahlreichen Chören und Orchestern aus Stadt und Region. Das Repertoire umfasst Werke aus fünf Jahrhunderten. Geleitet wird der Domchor seit 1987 von Domkapellmeister Eberhard Metternich, der die Sänger zu zahlreichen Erfolgen bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben führte. Im Mai 2002 wurde der Domchor in Osnabrück als bester deutscher Knabenchor ausgezeichnet. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn schon ins europäische und internationale Ausland: nach Rom, Kanada, die USA, Mexiko, Südamerika mit Auftritten in Buenos Aires und Rio de Janeiro sowie 2019 erstmals nach China. 2020 waren zuletzt eine große Konzertreise nach Portugal sowie eine Reise nach Uppsala in Schweden geplant, die Corona-bedingt abgesagt werden mussten.

Ihre musikalische Ausbildung erhalten die jungen Sänger in der Kölner Domsingschule und in der Musikschule der Kölner Dommusik. Beide haben ihren Sitz im Kardinal-Höffner-Haus, dem Chorzentrum des Kölner Domes. Hier finden die Proben – in der Regel dreimal wöchentlich – sowie die individuelle Stimmbildung und der Instrumentalunterricht statt. Durch eine intensive Betreuung auch jenseits der musikalischen Ausbildung wird dafür Sorge getragen, dass Schule und Chor miteinander vereinbar bleiben. (Stand 9/2021)