Pro Asyl fordert bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan

Zu unsicher und gefährlich

Angesichts einer für diesen Dienstag geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan fordert Pro Asyl einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp in das Land. Die Lage in Afghanistan verschlechtere sich zusehends.

Symbolbild Abschiebung / © FTiare (shutterstock)

So heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Das Robert-Koch-Institut stufe Afghanistan als Hochinzidenzgebiet ein, das Auswärtige Amt bescheinige ein zusammenbrechendes Gesundheitssystem, politische Analysen rechneten mit einer weiteren Verschärfung der Sicherheitslage in dem ohnehin gefährlichsten Land der Welt.

Unsicherstes Land der Welt

Laut UN-Angaben hat sich die Zahl der Menschen in Not in Afghanistan von 9,4 Millionen Anfang 2020 auf 18,4 Millionen Anfang 2021 verdoppelt - bei einer Bevölkerung von 40,4 Millionen. Vier von zehn Menschen hungern demnach aktuell, bis März 2021 werden sich Schätzungen zufolge rund 17 Millionen Menschen in einer Krise oder einem Notstand der Ernährungsunsicherheit befinden.

Auch die Gewalt in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen reiße nicht ab. Afghanistan war laut dem Global Peace Index im Jahr 2020 zum zweiten Mal in Folge das unsicherste Land der Welt.

Quelle:
KNA