Zentralwohlfahrtsstelle der Juden behält Präsidenten

Abraham Lehrer wiedergewählt

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Nicht nur ihr Präsident wurde jetzt im Amt bestätigt. Die ZWST gehört zu den großen Wohlfahrtsverbänden.

Essensausgabe für Bedürftige / © addkm (shutterstock)
Essensausgabe für Bedürftige / © addkm ( shutterstock )

Abraham Lehrer aus Köln bleibt Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Die ZWST mit Sitz in Frankfurt am Main gehört zu den großen Wohlfahrtsverbänden.

Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland / © Julia Steinbrecht (KNA)
Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Sarah Singer (Berlin) und Michael Licht (Köln) teilen sich die Vizepräsidentschaft, wie die ZWST am Montag nach ihrer Mitgliederversammlung am Sonntag mitteilte. 

Höchstes Gremium des Verbandes

Erneut in den Vorstand wurden ebenfalls Aleksander Chraga (Bochum), Mark Dainow (Offenbach), Küf Kaufmann (Leipzig), Leo Latasch (Frankfurt), Michael Rubinstein (Stuttgart) und Barbara Traub (Stuttgart) gewählt.

Die Wahlen fanden turnusgemäß nach vier Jahren wieder statt. Die ZWST-Mitgliederversammlung setzt sich aus Delegierten der jüdischen Gemeinden und Landesverbände in Deutschland zusammen und ist das höchste Gremium des Verbandes.

Auf ihrer Mitgliederversammlung informierte die ZWST den Angaben zufolge auch über ihre Unterstützung im In- und Ausland nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober. 

Rund 120 Mitarbeitende

Dazu gehörten humanitäre Hilfe in Israel und Maßnahmen zur psychosozialen Begleitung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Auch hielt die Versammlung eine Gedenkminute für die Opfer des Terrorangriffs ab.

Die ZWST ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. 

Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören den Angaben zufolge zum festen Stab, dazu kommen freie Kräfte und zahlreiche Ehrenamtliche.

Zentralrat der Juden

Der Zentralrat der Juden ist die Spitzenorganisation der jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik. Unter seinem Dach sind 23 Landesverbände mit 108 Gemeinden und ihren rund 101.000 Mitgliedern organisiert. Der Rat wurde 1950 in Frankfurt am Main gegründet. Damals lebten noch etwa 15.000 Juden in Deutschland. Vor dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust waren es bis zu 600.000.

Zentralrat der Juden in Deutschland vergibt Leo-Baeck-Preis / © Christian Ditsch (epd)
Zentralrat der Juden in Deutschland vergibt Leo-Baeck-Preis / © Christian Ditsch ( epd )
Quelle:
KNA