Zehntausende Teilnehmer werden bundesweit zu Ostermärschen erwartet

Appelle an Bundesregierung

Angesichts der aktuellen Lage sehnen sich viele Menschen nach Frieden. Die Ostermärsche tragen daher auch in diesem Jahr den Ruf nach einem Ende der Kriege auf die Straßen. Die Veranstalter erwarten mehrere zehntausend Teilnehmer.

Teilnehmer gehen während des Ostermarschs 2025 durch Kreuzberg / © Sebastian Christoph Gollnow (dpa)
Teilnehmer gehen während des Ostermarschs 2025 durch Kreuzberg / © Sebastian Christoph Gollnow ( dpa )

Bei den diesjährigen Ostermärschen rechnen die Veranstalter mit mehreren zehntausend Teilnehmern. "Wir gehen davon aus, dass die Beteiligung an den Ostermärschen 2026 wie im Vorjahr weiter steigen wird", sagte der Sprecher des in Bonn ansässigen Netzwerks Friedenskooperative, Kristian Golla, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Unter dem Motto "Kriege verweigern – Frieden schaffen!" ruft das Netzwerk in diesem Jahr zur Beteiligung an den Demonstrationen auf.

Ostermarsch: Eine Fahne mit einer Friedenstaube verdeckt die Sonne / © Frank Hammerschmidt (dpa)
Ostermarsch: Eine Fahne mit einer Friedenstaube verdeckt die Sonne / © Frank Hammerschmidt ( dpa )

"Anlass des Protests für eine friedlichere Welt gibt es leider derzeit mehr als genug", fügte Golla mit Blick auf die Kriege und Krisen im Nahen und Mittleren Osten sowie den Krieg Russlands gegen die Ukraine hinzu. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege. Die meisten der bundesweit bislang 121 angekündigten Veranstaltungen finden zwischen Gründonnerstag und Karfreitag statt. Die größten Kundgebungen werden in Städten wie Stuttgart, Frankfurt und Hamburg erwartet.

Demo vor Atombomben-Lagerstätte

Im rheinland-pfälzischen Büchel ist ein Ostermarsch unter Beteiligung von Greenpeace angekündigt. Dort sollen rund 20 US-Atombomben lagern. Dies mache die Gemeinde in der Eifel im Ernstfall sowohl zum potenziellen Absender als auch zum Ziel eines nuklearen Angriffs, so Mareike Hadeler von Greenpeace Köln. Die Greenpeace-Gruppe wird an dem Protest in Büchel teilnehmen.

Die aktuelle politische Debatte um eigene Atomwaffen bezeichnete Hadeler als gefährlichen Irrweg. "Solche Pläne untergraben internationale Verträge und befeuern eine unkontrollierbare Eskalationsspirale. In Büchel fordern wir eine Rückbesinnung auf Abrüstung und völkerrechtliche Verantwortung."

Quelle:
KNA