Zahl der jungen Katholiken in Spanien steigt

Positive Entwicklung

Kann die katholische Kirche in Spanien nach Jahrzehnten des Niedergangs auf eine Trendwende hoffen? Laut einer aktuellen Umfrage hat die Zahl junger Katholiken in den vergangenen Jahren überraschend deutlich zugenommen.

Der Faro Corme an der Costa da Morte in Galicien, Spanien. / © Migel (shutterstock)
Der Faro Corme an der Costa da Morte in Galicien, Spanien. / © Migel ( shutterstock )

Nach Angaben der renommierten Bildungsstiftung Fundación SM bezeichneten sich im vergangenen Jahr 45 Prozent der Befragten zwischen 15 und 29 Jahren als katholisch. 2020 waren es nur 31,6 Prozent. Zugleich nahm die Zahl der Agnostiker und Nichtgläubigen unter den jungen Menschen im Land ab.

Keine Rückkehr zum katholischen Glauben im klassischen Sinn?

Studienleiter Juan González Anleo sieht in den Ergebnissen einen Wandel im Verhältnis junger Spanier zur Religion. Er weist allerdings darauf hin, dass es sich nicht um eine Rückkehr zum katholischen Glauben im klassischen Sinne handle. Vielmehr "verschmelzen heute bei Jugendlichen Konzepte wie Religion und Spiritualität miteinander".

Kirche in Spanien

Kirche in Spanien hat zwei Gesichter: Zum einen ist Spanien ein traditionell katholisches Königreich - etwa ab 380 war das Christentum im Römischen Reich endgültig Staatsreligion, also auch in der Provinz Hispanien - in dem die Osterprozessionen jedes Jahr tagelang inbrünstig und mit eindrucksvollen Kutten zelebriert werden; wo jede Stadt und Gemeinde einen eigenen Feiertag hat, der dem Stadtheiligen gewidmet ist und imposante Kathedralen zum Weltkulturerbe zählen; ein Land, in dem die katholische Vereinigung Opus Dei gegründet wurde und mit eigenen Universitäten und mächtigen Mitgliedern i

Eine spanische Flagge hängt an einer alten Kirche in Cáceres (shutterstock)
Eine spanische Flagge hängt an einer alten Kirche in Cáceres / ( shutterstock )
Quelle:
KNA