NRW will muslimischen Religionsunterricht weiter ausbauen

Wo es keinen Lehrermangel gibt

Der muslimische Religionsunterricht an den nordrhein-westfälischen Schulen soll laut Landesregierung weiter ausgebaut werden. Derzeit würden an der Universität in Münster 345 Lehrer für den islamischen Bekenntnisunterricht ausgebildet.

Islamunterricht / © Marius Becker (dpa)
Islamunterricht / © Marius Becker ( dpa )

Das erklärte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Davon befänden sich derzeit 21 Studenten bereits im Referendariat.

Trotz des akuten Lehrermangels an den Grundschulen und in Mangelfächern der Sekundarstufe I gebe es bei den Lehrern für die Erteilung des muslimischen Religionsunterrichts derzeit keine Nachwuchsprobleme.

Mit Steigerung zu rechnen

Im vergangenen Schuljahr sei an 234 Schulen in NRW für insgesamt 19.400 Schüler muslimischer Religionsunterricht erteilt worden, so die Ministerin. Im kommenden Schuljahr sei mit einer erneuten Steigerung zu rechnen.

Vor sechs Jahren war der islamische Bekenntnisunterricht in NRW mit 1.800 Schülern an 33 Schulen gestartet. Von den 2,5 Millionen Schülern im bevölkerungsreichsten Bundesland bekennen sich nach den Angaben etwa 400.000 zum muslimischen Glauben. (KNA)

Yvonne Gebauer / © Federico Gambarini (dpa)
Yvonne Gebauer / © Federico Gambarini ( dpa )
Islamunterricht / © Frank May (dpa)
Islamunterricht / © Frank May ( dpa )
Quelle:
KNA
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