Bei der Bewerbung Kölns für die Olympischen und Paralympischen Spiele könnte der Kölner Dom eine besondere Rolle spielen. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester betonte im Interview mit der Zeitung "Die Welt" am Mittwoch die internationale Bedeutung des Wahrzeichens: "Er ist schon ein Star, immerhin das meistbesuchte Bauwerk in Deutschland und weltweit bekannt."
Gleichzeitig machte Burmester deutlich, dass der Dom nicht für spektakuläre Inszenierungen, wie beispielsweise Wahrzeichen in Paris, genutzt werden soll. Als Gotteshaus erfordere er "eine gewisse Zurückhaltung", so das Kölner Stadtoberhaupt. Vorschläge wie ein olympisches Feuer auf dem Vierungsturm bezeichnete er als "hübsche Spielerei" und nicht als ernsthafte Option. Stattdessen könne der Dom eher indirekt Teil der Spiele werden. So sei es denkbar, dass der Marathonlauf an dem Gebäude vorbeiführt.
Der Kölner Dom zählt mit rund sechs Millionen Besuchern jährlich zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Köln möchte sich mit anderen NRW-Städten für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Am 19. April findet dazu in den betreffenden Kommunen eine Abstimmung statt.