Wiener Erzbischof fordert Änderungen für Frauen in der Kirche

"Müssen manche Traditionen ändern"

Der Wiener Erzbischof Grünwidl fordert konkrete Schritte für Frauen in Beratungsgremien und der Priesterausbildung. Doch bislang bremsten bestehende kirchenrechtliche Vorgaben eine stärkere Einbindung von Frauen.

Symbolbild Frauen in der Kirche / © Julia Steinbrecht (KNA)
Symbolbild Frauen in der Kirche / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl fordert Veränderungen in der Kirche – insbesondere in der Frauenfrage. "Wenn wir die Ergebnisse der jüngsten Weltsynode ernst nehmen, dann müssen sich auch manche Bestimmungen, Traditionen und auch kirchenrechtliche Regelungen ändern", sagte er im Interview der österreichischen Nachrichtenagentur Kathpress.

Priester Josef Grünwidl, ernannter Erzbischof von Wien, bei einem Pressegespräch am 17. Oktober 2025 in Wien (Österreich). / © Henning Klingen/kathpress (KNA)
Priester Josef Grünwidl, ernannter Erzbischof von Wien, bei einem Pressegespräch am 17. Oktober 2025 in Wien (Österreich). / © Henning Klingen/kathpress ( KNA )
Erzbischof Josef Grünwidl

Konkret plädiert Grünwidl für gemischt besetzte Beratungsgremien, in denen nicht nur geweihte Männer, sondern auch Frauen vertreten sind. Im Wiener Bischofsrat haben bereits drei Frauen Stimmrecht. 

Zugleich bremsten bestehende kirchenrechtliche Vorgaben eine stärkere Einbindung von Frauen, etwa in der Priesterausbildung. "Wenn diese Frage vom Heiligen Geist kommt und wenn das ein Zeichen der Zeit ist, dann wird sich das auch durchsetzen und wird das in der Kirche geschehen."

Erzdiözese Wien

Das Erzbistum Wien ist die von der Katholikenzahl her mit Abstand größte Diözese Österreichs. Sie umfasst das Bundesland Wien und die östliche Hälfte von Niederösterreich. Aufgrund der besonderen Größe und der unterschiedlichen Struktur dieser Gebiete ist die Diözese in drei Regionen, die Vikariate unterteilt, für die jeweils ein Bischofsvikar als Stellvertreter des Bischofs verantwortlich ist: 

 Stephansdom in Wien
 / © Annika Schmitz (KNA)
Stephansdom in Wien / © Annika Schmitz ( KNA )
Quelle:
KNA