Zukunft des Projekts "Religion und Außenpolitik" bleibt offen

Wie geht es weiter?

Auch nach dem Wechsel an der Spitze des Außenministeriums bleibt die Zukunft des Projekts "Religion und Außenpolitik" offen. Für das Auswärtige Amt in Berlin sei die Beschäftigung mit dem Thema aber weiter eine wichtige Aufgabe.

Symbole für die drei Religionen Islam, Judentum und Christentum / © Vladimir Melnik (shutterstock)
Symbole für die drei Religionen Islam, Judentum und Christentum / © Vladimir Melnik ( shutterstock )

Die Stärkung des Bereichs Religion und Außenpolitik habe sich die Bundesregierung auch im Rahmen des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP vorgenommen, hieß es am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Projekt seit Sommer 2020 auf Eis gelegt

Nach Kritik an der Berufung der stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Nurhan Soykan, zur Beraterin für das Team "Religion und Außenpolitik" hatte das Ministerium das Projekt im August 2020 auf Eis gelegt und einen Beratungsprozess angekündigt. Nurhan war die Unterstützung antisemitischer und islamistischer Positionen vorgeworfen worden.

Von dem angekündigten Beratungsprozess war bislang öffentlich nichts mehr zu hören. Der damalige Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, und weitere maßgeblich an dem Projekt Beteiligte haben sich neuen Aufgaben zugewandt. Görgen ist heute leitender Beamter bei Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).


Quelle:
epd