In Burkina Faso verschwundener Priester ist tot

War es ein Überfall?

In Burkina Faso ist ein Priester der Diözese Banfora tot aufgefunden worden. Der Geistliche aus der Gemeinde Soubaganyedougou war am Dienstag auf dem Weg in die Provinzhauptstadt Banfora gewesen, dort aber nie angekommen.

Eine Straßenszene in Ouagadougou (Burkina Faso) 2017. / © Michael Merten (KNA)
Eine Straßenszene in Ouagadougou (Burkina Faso) 2017. / © Michael Merten ( KNA )

Das berichten lokale Medien am Freitagmorgen.

In der Nacht zu Mittwoch war bereits das Auto des Priesters gefunden worden, was auf einen Überfall hindeutete. Wer diesen verübt hat, ist bislang offiziell nicht bekannt. Der Bischof von Banfora, Lucas Sanou, hatte am Mittwochmorgen betont, dass die Behörden in Alarmbereitschaft seien.

Mehrere Entführungen und Morde in den letzten Jahren

In Burkina Faso operieren verschiedene Terrorgruppen und Banditen vor allem im Norden und im Osten des Landes. Im Norden wurde etwa im März 2019 ein Priester in der Provinz Soum entführt. Gewalt richtet sich auch gegen Muslime, die Terroristen und Dschihadisten öffentlich kritisieren.

Im August 2020 wurde der Großimam von Djibo entführt und drei Tage später tot aufgefunden. Im Dezember 2018 wurden im Südwesten des Landes eine Kanadierin und ein Italiener verschleppt, die mit dem Auto auf dem Weg nach Togo waren. Sie wurden im März 2020 bei der malischen Stadt Kidal "aufgefunden", wie es offiziell hieß.

Quelle:
KNA
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