Franziskus würdigt Johannes Paul II.

Vorbild für Lebensschutz

​Vor dem Hintergrund der aktuellen Abtreibungsdebatte in Polen hat Papst Franziskus seinen Vorgänger Johannes Paul II. als Vorbild in Sachen Lebensschutz gewürdigt. Der Heilige Papst habe sich stets für den Schutz eines jeden Menschen eingesetzt.

Wird nicht nur in Polen verehrt: Der verstorbene Papst Johannes Paul II. / © Photoillustrator (shutterstock)
Wird nicht nur in Polen verehrt: Der verstorbene Papst Johannes Paul II. / © Photoillustrator ( shutterstock )

"Von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" habe sich Johannes Paul II. für das Leben engagiert, sagte Franziskus bei der Generalaudienz am Mittwoch. Das Kirchenoberhaupt bat Gott, "in den Herzen aller Achtung vor dem Leben unserer Brüder und Schwestern" zu erwecken, besonders mit Blick auf die Schwächsten und Wehrlosesten.

Straßenproteste nach dem Urteil

Das polnische Verfassungsgericht hatte kürzlich entschieden, dass künftig Schwangerschaftsabbrüche auch bei einer schwerwiegenden Fehlbildung des Fötus unzulässig sind. Damit sind Abtreibungen künftig nur noch legal, wenn die Gesundheit der Schwangeren in Gefahr ist oder die Schwangerschaft das Ergebnis einer Straftat ist.

Seit dem Urteil kommt es täglich zu Straßenprotesten. Demonstranten zogen auch am Dienstagabend in vielen Städten zu Büros der Regierungspartei sowie Kirchen und Bischofshäusern. Aus Protest gegen die Unterstützung der Kirche für ein fast völliges Abtreibungsverbot hatten Aktivisten am Sonntag mehrere Gottesdienste gestört. Zudem wurden Gotteshäuser mit Parolen beschmiert und ein Denkmal von Papst Johannes Paul II. in einer Kleinstadt geschändet.

Quelle:
KNA