Biden hebt Beschränkung für Forschung mit fötalem Gewebe auf

Versprechen aus dem Wahlkampf

Die US-Regierung hat Einschränkungen für die medizinische Forschung an Geweben abgetriebener Föten aufgehoben. Die Entscheidung stellt weitgehend jene Richtlinien wieder her, die unter der Obama-Regierung galten.

Reagenzgläser im Labor / © LookerStudio (shutterstock)
Reagenzgläser im Labor / © LookerStudio ( shutterstock )

Gleichzeitig beendet sie die Restriktionen für Wissenschaftler, die Ex-Präsident Donald Trump verfügt hatte. Die am Freitag von den National Institutes of Health bekanntgegeben Regeln erlauben Forschern, für die Entwicklung von Medikamenten gegen Diabetes, Krebs, Aids oder Corona auf Gewebe von freiwillig abgetriebenen Föten zurückzugreifen.

Versprechen aus dem Wahlkampf

Mit der Aufhebung der Forschungsbeschränkungen seines Amtsvorgängers setzt Präsident Joe Biden ein Versprechen aus dem Wahlkampf um. Während mehrere Wissenschaftler die Entscheidung lobten, haben christlich-konservative Gruppen die Forschung an fötalem Gewebe als Verletzung der Heiligkeit des Lebens bezeichnet.

Im Juni 2019 hatte Trump abrupt alle Mittel für steuerfinanzierte Forschungen mit fötalem Gewebe verboten. Im Jahr 2020 wandten sich dann 90 wissenschaftliche Organisationen in einem Brief an die US-Ethikkommission, in dem sie um die Erlaubnis baten, im Kampf gegen Covid-19 mit fötalem Gewebe forschen zu dürfen. Bis auf eine Ausnahme lehnte die Kommission die Forderung ab.

Quelle:
KNA
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