Weihbischof Zehkorn ist wegen Israels Annexionsplänen besorgt

"Versöhnung durch Gespräche und Zusammenarbeit"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Annexion von Teilen des Westjordanlandes angekündigt. Der Münsteraner Bischof Stefan Zekorn ist über diese Ankündigung vor allem im Hinblick auf die Lage arabischer Christen besorgt.

Israelische Fahne / © Dan Josephson (shutterstock)

"Die Menschen im Heiligen Land brauchen Versöhnung durch Gespräche und Zusammenarbeit", erklärte der Weltkirche-Beauftragte von Bischof Felix Genn in Münster.

"Durch sie allein kann ein wirklicher Friede entstehen." Zekorn machte auf die Lage der arabischen Christen aufmerksam: "Sie werden durch eine Eskalation der politischen Lage noch mehr zwischen den verschiedenen Fronten zerrieben."

Vatikan unterstützt Zwei-Staaten-Lösung

Die christlichen Kirchen im Heiligen Land hatten Israel Anfang Mai aufgerufen, von einseitigen Schritten im Nahostkonflikt abzusehen. Kurze Zeit später bekräftigte der Vatikan seine Unterstützung für eine Zwei Staaten-Lösung "in den vor 1967 international anerkannten Grenzen".

Dessen ungeachtet kündigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Annexion von Teilen des Westjordanlandes an.

Quelle:
KNA