Vatikanischer Außenminister reist in die Ukraine

Verbundenheit des Papstes zeigen

Der vatikanische Außenbeauftragte, Erzbischof Paul Gallagher, reist in die Ukraine. Offizieller Anlass ist der 30. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Heiligem Stuhl und Ukraine. Der Krieg wird aber auch Thema sein.

Erzbischof Paul Richard Gallagher / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Erzbischof Paul Richard Gallagher / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Der Außenminister werde mit seiner Reise ab diesem Mittwoch die Verbundenheit des Papstes mit der Ukraine sowie die Bedeutung des Dialogs für die Wiederherstellung des Friedens bekräftigten, erklärte das vatikanische Staatssekretariat per Twitter.

Gespräche mit Kirchenvertretern

Auf der bereits angekündigten Reise nach Lviv (Lemberg) und Kiew bis Freitag trifft Gallagher unter anderen den ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba.

Swjatoslaw Schewtschuk, Erzbischof von Kiew und Großerzbischof von Kiew-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, 2021 in München / © Robert Kiderle (KNA)
Swjatoslaw Schewtschuk, Erzbischof von Kiew und Großerzbischof von Kiew-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, 2021 in München / © Robert Kiderle ( KNA )

Weitere Gesprächspartner sind der griechisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk von Kiew, der griechisch-katholische Erzbischof von Lviv, Ihor Wosnjak, sowie der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Lviv, Maksym Kozytsky.

Reise coronabedingt verschoben

Darüber hinaus will Gallagher ein Flüchtlingszentrum und von den Kämpfen besonders betroffene Orte besuchen. Zeitweise begleitet ihn der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki.

Stanislaw Gadecki, Erzbischof von Posen / © Paul Haring (KNA)
Stanislaw Gadecki, Erzbischof von Posen / © Paul Haring ( KNA )

In einem Fernsehinterview vergangene Woche hatte Gallagher gesagt, die lange geplante Reise habe zuletzt wegen seiner Coronainfektion verschoben werden müssen.

Papstgesandter beendet Ukraine-Reise

Der vom Papst in die Ukraine gesandte Kardinal Michael Czerny hat nach drei Tagen seine Mission beendet. Wie Vatican News (Freitag) berichtete, hatte der Interimsleiter der vatikanischen Entwicklungsbehörde auf dem Rückweg aus dem ungarisch-ukrainischen Grenzgebiet am Donnerstag erneut in Budapest Halt gemacht. Dort habe er den Jesuiten-Flüchtlingsdienst, den Bahnhof Nyugati und ein Aufnahmezentrum der Malteser besucht.

Kardinal Czerny mit Ukraine-Flüchtlingen (VM)
Quelle:
KNA