Hat ein katholischer Bischof in den USA in erheblichem Umfang Geld abgezweigt? Genau das wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Doch er plädiert auf "nicht schuldig". Weil er sich 270.000 Dollar angeeignet haben soll, die der Kirche zustehen, muss ein chaldäisch-katholischer Bischof aus Kalifornien mit einer langen Haftstrafe rechnen.
Wie die Zeitung "USA Today" berichtet, wurde Bischof Emanuel Hana Shaleta (69) bereits zu Monatsbeginn auf dem Flughafen San Diego festgenommen. Der aus dem Irak stammende Mann soll demnach versucht haben, eine Maschine nach Deutschland zu besteigen. Was genau er dort wollte, ist nicht bekannt.
Beschuldigter weist alle Vorwürfe zurück
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Geistlichen vor, in bar geleistete Mietzahlungen an die Kirche, etwa 30.000 Dollar monatlich, über einen längeren Zeitraum abgezweigt zu haben. Der Beschuldigte selbst weist alle Vorwürfe zurück. Sollte er in allen Anklagepunkten für schuldig befunden werden, drohen ihm in den USA 15 Jahre Haft.
Papst Leo XIV. hat unterdessen schon gehandelt: Wie der Vatikan am Dienstag mitteilte, nahm er den Rücktritt Shaletas an. Gründe für den Schritt wurden in der Mitteilung aus Rom indes nicht genannt.