Verein ruft zu Spenden für das Heilige Land auf

"Überweisung statt Klingelbeutel"

Der "Deutsche Verein vom Heiligen Lande" ruft dringend zu Spenden auf. Ein Ausfall der traditionellen Palmsonntagskollekte verschärfe "die durch die Coronakrise ausgelöste angespannte Situation der Christen im Heiligen Land zunehmend."

Symbolbild Überweisung / © fizkes (shutterstock)

So heißt es in dem veröffentlichten Aufruf "Überweisung statt Klingelbeutel".

Haupteinnahmequelle fällt weg

Durch die deutschlandweite Absage von Gottesdiensten fällt laut DVHL die Palmsonntagskollekte weg und mit ihr die Haupteinnahmequelle des Vereins in seiner Arbeit für Christen in Israel und Palästina.

In Zeiten wachsender Not sei ein Sinken der Mittel jedoch fatal. Der Verein habe daher ein Sonderkonto und eine eigene Spendenseite eingerichtet, um zu Zuwendungen durch Überweisung aufzurufen.

Der Leiter des Jerusalemer DVHL-Büros, Georg Röwekamp, beschreibt die Lage der Menschen insbesondere in den palästinensischen Gebieten als besorgniserregend.

Pflege und Bezahlung immer schwieriger

Problematisch sei etwa die medizinische Versorgung, die einer derartigen Situation nicht gewachsen sei, aber auch die fehlende soziale Absicherung und das Wegbrechen der Arbeitsstellen im Tourismus, von dem viele Christen betroffen sind.

Besonders dramatisch sei die Lage im vom DVHL getragenen Altenheim im praktisch von der Außenwelt abgeschnittenen Qubeibeh. "Die Freiwilligen sind nach Deutschland zurückgekehrt, und das Nachbardorf steht wegen mehrerer Infektionen unter Quarantäne", so Röwekamp. Die Pflege und die Bezahlung der Mitarbeiterinnen werde "immer schwieriger".

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Quelle:
KNA