Erzbischof Paul Coakley, seit November amtierender Vorsitzender der katholischen US-Bischofskonferenz, hat der Trump-Regierung ein migrationspolitisches Zugeständnis abgerungen.
Wie die Bischofskonferenz wenige Tage nach einer Unterredung Coakleys im Oval Office mitteilte, kommen ausländische Priester, Ordensleute und andere Personen in religiösen Berufen in den Genuss von Visa-Erleichterungen. Die Bischöfe würdigten dies als "wahrhaft bedeutenden Schritt" und zeigten sich "außerordentlich dankbar".
Den Angaben zufolge wird durch die Neuregelung de facto die bislang notwendige einjährige Wartezeit zur Verlängerung eines sogenannten R-1-Visums abgeschafft. Ein solches Visum ermöglicht jenen, die für eine in den USA anerkannte Religionsgemeinschaft arbeiten wollen, den befristeten Aufenthalt für maximal fünf Jahre.
Eine Gesetzesänderung der Biden-Regierung hatte 2023 dazu geführt, dass eine nahtlose Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr möglich war. Betroffene waren seither gezwungen, die USA für mindestens ein Jahr zu verlassen, bevor sie ein neues Visum beantragen konnten.
Langer Streit beigelegt
Dies hatte zu großem Unmut in Kirchenkreisen geführt. 2024 verklagten mehrere katholische Priester und das Bistum Paterson im Bundesstaat New Jersey die Regierung gar wegen "schwerer Beeinträchtigung der Religionsfreiheit". Durch das Einlenken von US-Präsident Donald Trump ist der jahrelange Streit nun beigelegt.
Die Wertschätzung dafür könne nicht hoch genug ausfallen, betonte die Bischofskonferenz in ihrer Erklärung. Künftig könnten sich Inhaber eines R-1-Visums wieder ungestört um eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis bemühen.