Trotz Tourismus-Pilotprojekt in Mallorca

Keine Johannisnachtfeiern in Palma

Trotz der testweisen Öffnung Mallorcas für eine begrenzte Zahl deutscher Touristen seit dem 15. Juni fallen die traditionellen Johannisnachtsfeiern in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus.

Grillen in der Johannisnacht am Strand von Palma de Mallorca / © zixia (shutterstock)
Grillen in der Johannisnacht am Strand von Palma de Mallorca / © zixia ( shutterstock )

Palmas Strände werden vom 23. Juni ab 19 Uhr bis zum Folgetag um 10 Uhr geschlossen, wie die Stadtverwaltung bekannt gab. Auch das offizielle Festprogramm am Kathedralen-See beim Parc de la Mar finde nicht statt, hieß es. 

Menschenansammlungen vermeiden

"Wir wissen, dass das eine wichtige Feier ist", sagte Stadtrat Alberto Jarabo der Mallorca-Zeitung. "Aber noch wichtiger ist es, das Einhalten des empfohlenen Sicherheitsabstands zu garantieren, und das bedeutet, jegliche Menschenansammlungen zu vermeiden, die zu neuen Ansteckungen führen könnten." Traditionell kommen jedes Jahr Tausende an die Strände, um an Grillfeuern zu tanzen und zu feiern sowie ein Bad im Meer zu nehmen. 

Schrittweise Öffnung

Vom 15. Juni an ist es maximal 10.900 deutsche Urlauber erlaubt, nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln reisen. Das Pilotprojekt geht auf einen Beschluss der Regionalregierung in Palma de Mallorca zurück. Seit dem 21. Juni hat Spanien offiziell die Grenze wieder geöffnet. Ursprünglich war dies für den 1. Juli geplant. Die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie lasse eine frühere Öffnung aber zu, so der spanische Ministerpräsident Sanchez. Nur die Grenze zu Portugal bleibe noch bis zum 1. Juli geschlossen.

Christliches und heidnisches Brauchtum

Um den Johannistag (24. Juni) ranken sich viele Bräuche. Benannt nach Johannes dem Täufer aus dem Neuen Testament, werden unter anderem Johannisfeuer entzündet. Forschende sehen das Fest auch in Verbindung zu heidnischem Brauchtum rund um die Sommersonnenwende.

 

Quelle:
KNA , dpa