Bischof Bedford-Strohm erinnert an 100.000 Corona-Tote

Traurige Marke geknackt

Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat angesichts der 100.000 Covid-Toten in Deutschland an das Leid der Angehörigen erinnert. Jetzt komme es darauf an, die Hinterbliebenen bei der Trauerbewältigung zu unterstützen.

Symbolbild Gedenken an Corona-Tote / © fotogruhl (shutterstock)
Symbolbild Gedenken an Corona-Tote / © fotogruhl ( shutterstock )

"Hinter der großen Zahl verbergen sich Familienangehörige, Freunde und Nachbarn, die trauern und mit ihrer Trauer weiterleben müssen", sagte der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auch aufgrund eigener Begegnungen gehe ihm die Situation trauernder Angehöriger besonders nahe. Die Zahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland hat am Donnerstag die Schwelle von 100.000 überschritten.

Unterstützung von geschulten Seelsorgern

Die Aufgabe von Kirche und Diakonie sei es, Menschen in der Zeit der Trauer zu begleiten, darum würden seelsorgerliche Unterstützung und Trauergruppen angeboten, sagte Bedford-Strohm weiter. In allen 1.536 evangelischen Kirchengemeinden in Bayern gebe es solche Angebote. Darüberhinaus biete die Diakonie in ihren Beratungsstellen professionelle Hilfe. Im Sommer sei außerdem ein Netzwerk von Selbsthilfegruppen für Corona-Trauernde gegründet worden, an dem sich die Landeskirche beteilige.

Quelle:
epd