Synodaler Weg plant "Schuldbekenntnis" zu Missbrauch

Antrag für einen Arbeitskreis

Vor dem Hintergrund der jüngsten Missbrauchsgutachten plant das katholische Reformvorhaben Synodaler Weg einen Arbeitskreis zum Thema "Schuldbekenntnis". Für die Gründung hat das Präsidium einen Antrag aufgenommen.

Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht ( KNA )

 

Bei der Synodalversammlung in Frankfurt bezeichnete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, das Gutachten aus München und Freising als "Beben". Er fügte hinzu: "Es wird nicht das letzte gewesen sein - andere Diözesen werden folgen. Und jedes Mal werden wir wieder mit tiefen Abgründen konfrontiert, die mich mit Scham erfüllen."

Erstes Sondierungsgespräch stattgefunden

"Mit der Initiative kann ein wichtiger Beitrag des Synodalen Weges zum Bewusstwerden und zu einem Mentalitätswechsel geleistet werden", so Bätzing. Ihm zufolge hat ein erstes Sondierungsgespräch mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode als Vertreter des Präsidiums, Esther Göbel und Marcus Schuck für die Antragsstellenden sowie Johannes Norpoth als Vertreter des Betroffenenbeirats bereits stattgefunden.

Über die "Schritte zu einem Prozess der Reflexion über die gemeinsame Verantwortung für die systemischen Ursachen in der Kirche" soll im Verlauf der noch bis Samstag dauernden Synodalversammlung berichtet werden.

Synodaler Weg

Der Begriff "Synodaler Weg" verweist auf das griechische Wort Synode. Es bedeutet wörtlich "Weggemeinschaft"; im kirchlichen Sprachgebrauch bezeichnet Synode eine Versammlung von Bischöfen oder von Geistlichen und Laien.

In ihrem Reformdialog auf dem Synodalen Weg wollen die deutschen katholischen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten.

Ausgangspunkt ist eine jahrelangen Kirchenkrise, die der Missbrauchs-Skandal verschärft hat.

Logo Synodaler Weg / © Julia Steinbrecht (KNA)
Logo Synodaler Weg / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Quelle:
KNA