Daniela Hottenbacher ist neue BDKJ-Bundesvorsitzende

"Stimme für Kinder und Jugendliche"

Daniela Hottenbacher ist die neue ehrenamtliche Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Die 30-Jährige wurde am Samstag auf der virtuellen Hauptversammlung des Verbandes gewählt.

Daniela Hottenbacher / © Christian Schnaubelt (BDKJ)
Daniela Hottenbacher / © Christian Schnaubelt ( BDKJ )

Das Amt war laut BDKJ nach dem Ausscheiden von Katharina Norpoth knapp ein Jahr unbesetzt gewesen. Hottenbacher bildet gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Gregor Podschun und dem Bundespräses Stefan Ottersbach den Vorstand des Dachverbandes der katholischen Jugendverbände mit nach eigenen Angaben bundesweit rund 660.000 Mitgliedern.

"Der BDKJ ist für alle Kinder und Jugendliche eine Stimme, auch über den BDKJ hinaus. Ich möchte diese Stimme weiter stärken und unterstützen sowie insbesondere die Mädchen- und Frauenpolitik auf allen Ebenen fördern", erklärte Hottenbacher.

Physiotherapeutin mit Herz

Der BDKJ vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Die Physiotherapeutin und Studentin der Sozialen Arbeit und Sport lebt in Mainz. Dort engagiert sie sich den Angaben zufolge ehrenamtlich als Vorsitzende des BDKJ-Diözesanverbandes.

Zuvor war sie bereits bei der Aktion Dreikönigssingen und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) engagiert.

Forderung nach Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Die Hauptversammlung sprach sich zudem für die Anerkennung, Wertschätzung und Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus. "Wir fordern, dass der Segen Gottes in unserer Kirche keinem homosexuellen Paar verweigert wird. Denn ein Segen ist Ausdruck der unerschütterlichen Treue Gottes zum Menschen in der Schöpfung. Und diese Treue Gottes gilt uneingeschränkt jedem Menschen", erklärte Ottersbach.

Der Verband stehe solidarisch an der Seite von Seelsorgern, die gleichgeschlechtliche Paare segneten. Darüber hinaus wurden die deutschen Bischöfe aufgefordert, "eine sichtbare Pastoral für gleichgeschlechtlich Liebende in ihren Bistümern zu etablieren sowie einen Segensritus für gleichgeschlechtliche Beziehungen in ihren Diözesen einzuführen".

Bedürfnisse junger Menschen in Corona-Pandemie

Die hauptamtliche Bundesvorsitzende Lisi Maier sagte mit Blick auf die Bedürfnisse junger Leute in der Corona-Pandemie, dass ein weiterer Sommer ohne Jugendfreizeiten oder Zeltlager eine "Katastrophe" wäre. "Wir brauchen endlich Perspektiven und Rechtssicherheit, damit Jugendarbeit im Sommer entsprechend den Landesverordnungen möglich ist." Daher sei es wichtig, dass auch der Einsatz von Corona-Tests in aktuellen Förderprogrammen bedacht werde.

Der BDKJ fordert zudem, dass sichergestellt werden müsse, dass alle Menschen ihre Ausbildung abschließen könnten. Auch kritisierte der BDKJ, dass die Menschen im globalen Süden unter den Folgen der Klimakrise etwa in Form von Überschwemmungen und Dürren litten.

Daher setze sich der Verband für eine konsequente Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels und eine finanzielle Unterstützung des Südens ein.

Quelle:
KNA