​Haussegnungen gibt es im Gottesdienst oder per Post

Sternsinger ziehen nicht von Tür zu Tür

Die Sternsinger müssen wegen der Corona-Krise deutschlandweit zuhause bleiben. Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend sagten Besuche von Haus zu Haus am Mittwoch ab.

Sternsinger unterwegs - dieses Jahr nicht / © Werner Schuering (KNA)
Sternsinger unterwegs - dieses Jahr nicht / © Werner Schuering ( KNA )

"Die Menschen sehnen sich nach dem Segen der Sternsinger. Deshalb findet die Aktion Dreikönigssingen auf neuen Wegen statt: kontaktlos und kreativ, solidarisch mit den Kindern in der Welt", erklärte der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, in Aachen. Die Träger setzen unter anderem auf Online-Formate, etwa digitale Sternsingerbesuche.

Was ist mit den Aufklebern mit dem Segenswunsch? 

Gesegnete Aufkleber mit dem Segenswunsch "C + M + B" für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) sollen per Post versendet und in Gottesdiensten ausgelegt werden. Die kommende Aktion werde zudem bis zum 2. Februar verlängert. "So haben alle länger Zeit, den Segen zu erhalten", hieß es.

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) riefen Sternsingergruppen auf, auch mit Krankenhäusern und Pflegeheimen Formate zu erarbeiten. Nach einem Jahr, das von Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen geprägt gewesen sei, sollten gerade diese Einrichtungen nicht allein gelassen werden, sagte BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach.

Wie und wo kann trotzdem gespendet werden?

Spenden können den Angaben zufolge ebenfalls in den Gottesdiensten oder online abgegeben werden. Offen blieb, ob die diesjährige Aktion die Spendenergebnisse der Vorjahre erreichen kann. Die deutschlandweit rund 300.000 Mädchen und Jungen, die vor einem Jahr von Haus zu Haus zogen, einen Segensgruß an die Türen anbrachten und um eine Gabe baten, sammelten etwa 52,4 Millionen Euro.

Eigenen Angaben zufolge unterstützte das Kindermissionswerk 2019 mehr als 1.600 Projekte für Kinder in 108 Ländern mit insgesamt 62,6 Millionen Euro - ein Großteil des Geldes kommt also aus der Aktion Dreikönigssingen.

Steht der traditionelle Besuch in Berlin auf der Kippe?

Ob es die traditionellen Besuche bei der Kanzlerin und dem Bundespräsidenten geben werde, blieb zunächst offen. Vergangene Woche hatten die Träger in einer Pressekonferenz noch darauf gehofft, die Sternsinger unter Corona-Auflagen von Tür zu Tür schicken zu können.

So sollten die Mädchen und Jungen etwa Maske tragen und Spenden auf Distanz zum Beispiel mit einem Kescher einsammeln. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten diesen Vorschlägen als einzige Bundesländer zugestimmt.

Quelle:
KNA
Mehr zum Thema