Irlands Primas warnt am St. Patrick's Day vor Gewalt nach Brexit

"Spaltung vermeiden"

"Er war ein Verfechter des Dialogs und der friedlichen Lösung": Der irische katholische Erzbischof Eamon Martin hat zum Nationalfeiertag Saint Patrick's Day vor einem Wiederaufflammen des Nordirlandkonflikts gewarnt.

Die Farbe Grün bestimmt den St. Patricks Day / © grafvision (shutterstock)
Die Farbe Grün bestimmt den St. Patricks Day / © grafvision ( shutterstock )

"Wenn wir seit dem Karfreitagsabkommen vor 21 Jahren etwas gelernt haben, dann ist es, dass Partnerschaft und Toleranz, gegenseitiges Vertrauen und Respekt, gleiche Rechte und ein völliger Verzicht auf Gewalt wesentliche Voraussetzungen für den Aufbau eines dauerhaften und gerechten Friedens sind", erklärte der Primas der irischen Kirche. Darum sei es umso wichtiger, "im Namen des heiligen Patrick zu bitten, jede Rückkehr zu einer Struktur des Misstrauens und der Spaltung zu vermeiden".

"Christus als Friedensfürst"

Der Erzbischof, dessen Sitz Armagh in Nordirland liegt, rief in Erinnerung, dass Patrick keine Angst gehabt habe, sich für die Würde des Menschen einzusetzen. "Er war ein Verfechter des Dialogs und der friedlichen Lösung von Problemen." Das Beispiel des heiligen Patrick solle Politikern, Gemeindeleitern und allen anderen Menschen helfen, "in diesen schwierigen Zeiten in gegenseitigem Respekt und in Verantwortung zu handeln", hieß es in dem Hirtenbrief.

Primas Eamon Martin erinnerte auch an das Jahr 1979, als Papst Johannes Paul II. an die irisch-nordirische Grenze gekommen war. Die Grenze sei damals stark militarisiert und überwacht gewesen. Der Papst habe damals von "Christus als Friedensfürst" gesprochen, und "Barrieren des Hasses und des Misstrauens" kritisiert. Diese Worte seien in diesen Tagen politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit wegen des Brexit sehr aktuell. Familien auf der gesamten irischen Insel hätten ihm ihre Ängste mitgeteilt, so der Erzbischof.

Quelle:
KNA
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