Freude im Bistum Eichstätt: Die Generalsanierung des Eichstätter Doms kommt am Ende um rund drei Millionen Euro günstiger als geplant, wie die Diözese am Mittwoch bekanntgab.
Ursprünglich seien 17,9 Millionen Euro an Kosten veranschlagt gewesen. Die nun vorliegende Abrechnung belaufe sich jedoch auf etwa 15 Millionen Euro. Auch der staatliche Anteil sei damit entsprechend geringer ausgefallen. Der Freistaat Bayern habe rund 9,7 Millionen Euro übernommen, die Kirche etwa 5,3 Millionen Euro.
Der oberste Hüter der Kathedrale, Domkapitular Reinhard Kürzinger, nannte die Entwicklung sensationell. "Wir haben wirtschaftlich gehandelt und erhalten nun sogar rund 270.000 Euro zurück." Diese Rückzahlung ergebe sich aus der abschließenden Abrechnung der kirchlichen Eigenmittel. Zu Beginn der Großmaßnahme seien die Kostenanteile zwischen Staat und Kirche auf Grundlage von Schätzungen festgelegt worden. Den damals berechneten kirchlichen Anteil hatte das Bistum den Angaben zufolge in mehreren Raten vorfinanziert.
Viele Spenden
Ein wesentlicher Grund für die Einsparungen liegt laut Mitteilung in der effizienten Organisation vieler Maßnahmen in Eigenregie. Diese umfassten unter anderem die Reinigung der Orgel, die Renovierung der Sakristei, die Schaffung eines barrierefreien Zugangs sowie die Installation moderner Lüftungsanlagen.
Auch eine neue Löschanlage sei eingebaut worden, als Konsequenz aus dem Brand an der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Vollständig mittels privater Spenden sei zudem der Altarraum neu gestaltet worden. Dazu hätten Beiträge der Domkapitulare, des damaligen Bischofs sowie Erlöse eines Pfarrfests in der Dompfarrei beigetragen.
Die Pflege des Doms bleibe aber eine Daueraufgabe, heißt es. Aktuell würden etwa Motoren in den Glockenstuben ausgetauscht, die noch aus den 1950er Jahren stammten und nicht Teil der Sanierung gewesen seien. Auch die Turmuhr, die seit Wochen stillstehe, solle bis Ostern wieder in Betrieb gehen.